Hermann de Warendorp, 12601333 (73 år)

Navn
Hermann de /Warendorp/
Fornavne
Hermann de
Efternavn
Warendorp
Navn
Hermann de /Warendorpe/
Fornavne
Hermann de
Efternavn
Warendorpe
Navn
Hermann von /Warendorf/
Fornavne
Hermann von
Efternavn
Warendorf
Født
Brors fødsel
Fars død
Mors død
Søsters dødsfald
Ægteskab
omkring 1300 (40 år)
Note: I 1308 nævnt i bügerbuch Lübeck som "Schwiegersohn von Wedekind von Revale".
Søns fødsel
Søns fødsel
Datters fødsel
Søns fødsel
Søns fødsel
Søns fødsel
Hustrus dødsfald
Brors dødsfald
Søns ægteskab
Misc
1330 (70 år)
Note: Der Kaufmann selbst aber leitete nun die Handelsgeschäfte von seinem Hause aus. Hierzu war es aber notwendig, daß er durch Briefe und schriftlich fixierte Auf­ träge seine Anweisungen an die fernen Vertreter seiner Interessen gab. So wurde es notwendig, daß der Fernhändler nicht nur das Schreiben als solches beherrschte, sondern sich auch die Formalia beim Abfassen von Geschäftsbriefen aneignete. Da der Kaufmann nun nicht in jedem Falle mehr seine Warensendungen selbst beglei­ ten mußte, war es ihm auch möglich, gleichzeitig in den verschiedensten Regionen Handelsgeschäfte abzuwickeln. Ein Lübecker Großkaufmann konnte also gleichzei­ tig am Novgorod-, Schonen-, Bergen-, Flandern- und Englandhandel beteiligt sein.

Der Kaufmann selbst aber leitete nun die Handelsgeschäfte von seinem Hause aus. Hierzu war es aber notwendig, daß er durch Briefe und schriftlich fixierte Auf­ träge seine Anweisungen an die fernen Vertreter seiner Interessen gab. So wurde es notwendig, daß der Fernhändler nicht nur das Schreiben als solches beherrschte, sondern sich auch die Formalia beim Abfassen von Geschäftsbriefen aneignete. Da der Kaufmann nun nicht in jedem Falle mehr seine Warensendungen selbst beglei­ ten mußte, war es ihm auch möglich, gleichzeitig in den verschiedensten Regionen Handelsgeschäfte abzuwickeln. Ein Lübecker Großkaufmann konnte also gleichzei­ tig am Novgorod-, Schonen-, Bergen-, Flandern- und Englandhandel beteiligt sein.
Eine solch komplizierte Geschäftspraxis erforderte jedoch eine genauere Führung von Handlungsbüchern. Doch gaben die Femhändler keineswegs die Geschäftsrei­ sen - auch auf weiten Strecken (genausowenig, wie der moderne Großhandelskauf­ mann) - völlig auf. Waren etwa in Brügge, Frankfurt oder London besonders gün­ stige oder umfangreiche Geschäfte abzuschließen, begab sich der Handelsherr oft selbst an den entscheidenden Ort. Aber anders als bisher wanderte nun nicht mehr “gewissermaßen in seiner Person der ganze Betrieb mit“ (Rörig), sondern in seiner „scrive kamere“ (dieser zeitgenössische Begriff für das Handelskontor ist bezeugt im Handlungsbuch des Johann Wittenborg) liefen die Geschäfte weiter, die von den angestellten Schreibern und den Gesellschaftern des Kaufmanns auch in seiner Ab­ wesenheit besorgt wurden. Diese Veränderung und Verfeinerung des Geschäftsver­ kehrs war nur möglich gewesen, weil unter Kaufleuten (bald auch Handwerkern) die Schriftlichkeit in weitem Umfang verbreitet wurde, ebenso wie die Fähigkeit zu komplizierterem Rechnen und zur Buchführung. Wenn auch die meisten schriftlichen Zeugnisse des frühen Geschäftsverkehrs verlorengegangen sind, so ist doch die Exi­ stenz von Geschäftsbüchern schon für das 13. Jahrhundert bekannt und erwiesen und für das 14. breiter bezeugt. Glücklicherweise sind zwei Geschäftsbücher aus früherer Zeit vollständig erhalten, einmal das 1330 begonnene des Hermann Warendorp und seines Schwagers Johann Clingenberg sowie dann das Hermann Wittenborgs und sei­ nes Sohnes Johann Wittenborg (des bekannten Bürgermeisters während des 1. Wal- demarischen Krieges) aus der Jahrhundertmitte. Beide Geschäftsbücher überliefern uns nur einen gewissen Teil der Buchführung eines Großhändlers der damaligen Zeit, es sind sicherlich noch weitere Bücher für jeweils gesonderte andere Zwecke geführt worden. „Derselbe Kaufmann führte in seinem Betriebe für die verschiedenen Zwek- ke verschiedene Bücher“ (Rörig). Das erste der beiden genannten Geschäftsbücher wurde bemerkenswerter Weise in lateinischer Sprache geführt. Und wenn auch Wa­ rendorps Latein an vielen Stellen recht holperig klingt und manche grammatischen Fehler aufweist, so ist doch diese Quelle ein Zeichen dafür, daß die Fernhändler über Sprachkenntnisse, nicht zuletzt des Lateinischen, verfügten und wohl auch bei den weitgespannten Geschäften verfügen mußten. So war die Einrichtung von Latein­ schulen für Bürgerkinder schon im 13. Jahrhundert eine Notwendigkeit (s. S. 299).
Das Buch wurde von beiden Schwägern - die sich bei längerer Ortsabwesenheit wäh­ rend der Geschäftsreisen gegenseitig vertraten - eigenhändig geführt und diente ih­ nen als genauer Abrechnungsbeleg über die Verwendung des anvertrauten Vermögens bei Beendigung des Geschäftes.
Das Wittenborgsche Handelsbuch ist dagegen für den internen Geschäftsbetrieb der Handlung angelegt worden, ohne jedoch wieder im ganzen Umfang über die Ge­ schäftsführung Auskunft zu geben, denn hier wird nur über Geschäfte Auskunft er­ teilt, in denen die Wittenborgs Kredit gaben oder erhielten, so daß Außenstände und Schulden festgehalten wurden. In dieser Quelle wechseln Eintragungen in lateini­ scher Sprache mit solchen in Niederdeutsch ab.

Datters ægteskab
Note: Nævnt som gift i 1342
Misc
Note: Dem Sohn Hermann [VI.4] gelang mit der Heirat der Tochter des consul Wedekin von Reval ebenfalls die Anbindung an eine alte ratsähige Familie in der Travestadt. Aus dieser Ehegemeinschaft ging zum einem die Tochter Elisabeth [VI.5], die den 1342 verstorbenen Diedrich Holt ehelichte und ihm zumindest die Söhne Diedrich und Hermann Holt vor ihrem eigenem Ableben vor dem 24. Juli 1350 gebar. Desweiteren sind fünf Söhne — Heinrich [VI.6], Hermann [VI.7], Johann [VI.16], Lubbert [VI.17] undWedekin [VI.20] —zu nennen6. Heinrich [VI.6] entschied sich für den geistlichen Lebensweg und wurde nach drei Provisionen und Präbendenexspektanzen in den Jahren 1325 bis 1327 in Hamburg, Lübeck und Güstrow durch Papst Johannes XXII. vor dem 6. Juli des Jahres 1339 canonicus Lubicensis. Drei Jahre später — am 21. November 1442 — war er von Klemens VI. zum Koadjutor mit Nachfolgerecht des erkrankten Schleswiger Bischof Helembert von Fischbeck ernannt worden und folgte diesem ein Jahr später am 4. April 1343 im Amte nach. Der Schleswiger Bischof, Heinrich von Warendorf B [VI.6], verstarb zwischen dem 25. Juni 1350, an dem er noch die Servitienrate an die päpstliche Kammer zahlen ließ, und dem 4. Oktober 1350. An diesem Tag hatte sein Bruder Wedekin [VI.20] in seinem Testament ein Legat für die Aufstellung eines Steines am Grab des Bischofs ausgesetzt 7.
Død
Familie med forældre
far
12151262
Født: omkring 1215Münster, Tyskland
Død: efter 1262Lübeck, Schleswig-Holsten, Tyskland
mor
12201262
Født: omkring 1220Lübeck, Schleswig-Holsten, Tyskland
Død: efter 1262Lübeck, Schleswig-Holsten, Tyskland
Ægteskab Ægteskabfør 1245
1 år
storesøster
12451285
Født: omkring 1245Lübeck, Schleswig-Holsten, Tyskland
Død: før 1285Lübeck, Schleswig-Holsten, Tyskland
16 år
ham selv
12601333
Født: omkring 1260Lübeck, Schleswig-Holsten, Tyskland
Død: 1333Lübeck, Schleswig-Holsten, Tyskland
3 år
lillebror
12621320
Født: omkring 1262Lübeck, Schleswig-Holsten, Tyskland
Død: efter 1320Lübeck, Schleswig-Holsten, Tyskland
Familie med ? von Reval
ham selv
12601333
Født: omkring 1260Lübeck, Schleswig-Holsten, Tyskland
Død: 1333Lübeck, Schleswig-Holsten, Tyskland
hustru
12801316
Født: omkring 1280Mengstrasse 12, Lübeck, Schleswig-Holsten, Tyskland
Død: efter 1316Lübeck, Schleswig-Holsten, Tyskland
Ægteskab Ægteskabomkring 1300
1 år
søn
13001350
Født: omkring 1300Lübeck, Schleswig-Holsten, Tyskland
Død: 1350Lübeck, Schleswig-Holsten, Tyskland
3 år
søn
13021350
Født: omkring 1302Lübeck, Schleswig-Holsten, Tyskland
Død: omkring juli 1350Schleswig, Slesvig-Holsten, Tyskland
5 år
datter
13061350
Født: omkring 1306Lübeck, Schleswig-Holsten, Tyskland
Død: 24. juli 1350Lübeck, Schleswig-Holsten, Tyskland
5 år
søn
13101350
Født: omkring 1310Lübeck, Schleswig-Holsten, Tyskland
Død: 11. oktober 1350Lübeck, Schleswig-Holsten, Tyskland
5 år
søn
13141345
Født: omkring 1314Lübeck, Schleswig-Holsten, Tyskland
Død: 1345Lübeck, Schleswig-Holsten, Tyskland
3 år
søn
13161345
Født: omkring 1316Lübeck, Schleswig-Holsten, Tyskland
Død: efter 1345Lübeck, Schleswig-Holsten, Tyskland
Født
Ægteskab
Misc
Misc
Navn
Navn
Død
Ægteskab

I 1308 nævnt i bügerbuch Lübeck som "Schwiegersohn von Wedekind von Revale".

Misc

Der Kaufmann selbst aber leitete nun die Handelsgeschäfte von seinem Hause aus. Hierzu war es aber notwendig, daß er durch Briefe und schriftlich fixierte Auf­ träge seine Anweisungen an die fernen Vertreter seiner Interessen gab. So wurde es notwendig, daß der Fernhändler nicht nur das Schreiben als solches beherrschte, sondern sich auch die Formalia beim Abfassen von Geschäftsbriefen aneignete. Da der Kaufmann nun nicht in jedem Falle mehr seine Warensendungen selbst beglei­ ten mußte, war es ihm auch möglich, gleichzeitig in den verschiedensten Regionen Handelsgeschäfte abzuwickeln. Ein Lübecker Großkaufmann konnte also gleichzei­ tig am Novgorod-, Schonen-, Bergen-, Flandern- und Englandhandel beteiligt sein.
Eine solch komplizierte Geschäftspraxis erforderte jedoch eine genauere Führung von Handlungsbüchern. Doch gaben die Femhändler keineswegs die Geschäftsrei­ sen - auch auf weiten Strecken (genausowenig, wie der moderne Großhandelskauf­ mann) - völlig auf. Waren etwa in Brügge, Frankfurt oder London besonders gün­ stige oder umfangreiche Geschäfte abzuschließen, begab sich der Handelsherr oft selbst an den entscheidenden Ort. Aber anders als bisher wanderte nun nicht mehr “gewissermaßen in seiner Person der ganze Betrieb mit“ (Rörig), sondern in seiner „scrive kamere“ (dieser zeitgenössische Begriff für das Handelskontor ist bezeugt im Handlungsbuch des Johann Wittenborg) liefen die Geschäfte weiter, die von den angestellten Schreibern und den Gesellschaftern des Kaufmanns auch in seiner Ab­ wesenheit besorgt wurden. Diese Veränderung und Verfeinerung des Geschäftsver­ kehrs war nur möglich gewesen, weil unter Kaufleuten (bald auch Handwerkern) die Schriftlichkeit in weitem Umfang verbreitet wurde, ebenso wie die Fähigkeit zu komplizierterem Rechnen und zur Buchführung. Wenn auch die meisten schriftlichen Zeugnisse des frühen Geschäftsverkehrs verlorengegangen sind, so ist doch die Exi­ stenz von Geschäftsbüchern schon für das 13. Jahrhundert bekannt und erwiesen und für das 14. breiter bezeugt. Glücklicherweise sind zwei Geschäftsbücher aus früherer Zeit vollständig erhalten, einmal das 1330 begonnene des Hermann Warendorp und seines Schwagers Johann Clingenberg sowie dann das Hermann Wittenborgs und sei­ nes Sohnes Johann Wittenborg (des bekannten Bürgermeisters während des 1. Wal- demarischen Krieges) aus der Jahrhundertmitte. Beide Geschäftsbücher überliefern uns nur einen gewissen Teil der Buchführung eines Großhändlers der damaligen Zeit, es sind sicherlich noch weitere Bücher für jeweils gesonderte andere Zwecke geführt worden. „Derselbe Kaufmann führte in seinem Betriebe für die verschiedenen Zwek- ke verschiedene Bücher“ (Rörig). Das erste der beiden genannten Geschäftsbücher wurde bemerkenswerter Weise in lateinischer Sprache geführt. Und wenn auch Wa­ rendorps Latein an vielen Stellen recht holperig klingt und manche grammatischen Fehler aufweist, so ist doch diese Quelle ein Zeichen dafür, daß die Fernhändler über Sprachkenntnisse, nicht zuletzt des Lateinischen, verfügten und wohl auch bei den weitgespannten Geschäften verfügen mußten. So war die Einrichtung von Latein­ schulen für Bürgerkinder schon im 13. Jahrhundert eine Notwendigkeit (s. S. 299).
Das Buch wurde von beiden Schwägern - die sich bei längerer Ortsabwesenheit wäh­ rend der Geschäftsreisen gegenseitig vertraten - eigenhändig geführt und diente ih­ nen als genauer Abrechnungsbeleg über die Verwendung des anvertrauten Vermögens bei Beendigung des Geschäftes.
Das Wittenborgsche Handelsbuch ist dagegen für den internen Geschäftsbetrieb der Handlung angelegt worden, ohne jedoch wieder im ganzen Umfang über die Ge­ schäftsführung Auskunft zu geben, denn hier wird nur über Geschäfte Auskunft er­ teilt, in denen die Wittenborgs Kredit gaben oder erhielten, so daß Außenstände und Schulden festgehalten wurden. In dieser Quelle wechseln Eintragungen in lateini­ scher Sprache mit solchen in Niederdeutsch ab.

Misc

Dem Sohn Hermann [VI.4] gelang mit der Heirat der Tochter des consul Wedekin von Reval ebenfalls die Anbindung an eine alte ratsähige Familie in der Travestadt. Aus dieser Ehegemeinschaft ging zum einem die Tochter Elisabeth [VI.5], die den 1342 verstorbenen Diedrich Holt ehelichte und ihm zumindest die Söhne Diedrich und Hermann Holt vor ihrem eigenem Ableben vor dem 24. Juli 1350 gebar. Desweiteren sind fünf Söhne — Heinrich [VI.6], Hermann [VI.7], Johann [VI.16], Lubbert [VI.17] undWedekin [VI.20] —zu nennen6. Heinrich [VI.6] entschied sich für den geistlichen Lebensweg und wurde nach drei Provisionen und Präbendenexspektanzen in den Jahren 1325 bis 1327 in Hamburg, Lübeck und Güstrow durch Papst Johannes XXII. vor dem 6. Juli des Jahres 1339 canonicus Lubicensis. Drei Jahre später — am 21. November 1442 — war er von Klemens VI. zum Koadjutor mit Nachfolgerecht des erkrankten Schleswiger Bischof Helembert von Fischbeck ernannt worden und folgte diesem ein Jahr später am 4. April 1343 im Amte nach. Der Schleswiger Bischof, Heinrich von Warendorf B [VI.6], verstarb zwischen dem 25. Juni 1350, an dem er noch die Servitienrate an die päpstliche Kammer zahlen ließ, und dem 4. Oktober 1350. An diesem Tag hatte sein Bruder Wedekin [VI.20] in seinem Testament ein Legat für die Aufstellung eines Steines am Grab des Bischofs ausgesetzt 7.