Heinrich Castorp, 1420–1488?> (68 år)
- Navn
- Heinrich /Castorp/
- Fornavne
- Heinrich
- Efternavn
- Castorp
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Født
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Ægteskab
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Erhverv
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Rathsherr
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Datters fødsel
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Hustrus dødsfald
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Erhverv
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Erhverv
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Datters ægteskab
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Datters dødsfald
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Ægteskab
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Datters fødsel
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Misc
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Note: Aus ähnlichen Gründen entspannte sich nach 1460 auch das Verhältnis der Städ te zu Christian I. recht bald. Da der König seine Brüder und die Pinneberger we gen ihrer aufgegebenen Ansprüche auf Schleswig und Holstein abfmden mußte und auch wegen des langandauernden Kampfes um die schwedische Krone einen hohen Geldbedarf hatte, war er dazu gezwungen, laufend in Lübeck und Hamburg, bei den Räten der Stadt wie bei Einzelpersonen, hohe Geldsummen zu leihen. So konnten die Städte eine Achtung ihrer Privilegien erwarten und erhielten für ihre Darlehens zahlungen wichtige Pfandschaften über einige Städte und Ämter in Schleswig und Holstein. Bei der brisanten Frage, wieweit an den Bergener Unruhen des Jahres 1455 beteiligte Lübecker Bürger zur Rechenschaft gezogen werden sollten, verhielt sich der König außerordentlich zurückhaltend. Trotz der Zusammenarbeit mit Christian verstand es der Lübecker Rat, zunächst auch mit dessen schwedischen Gegnern ein gutes Verhältnis zu bewahren. Die lübische Diplomatie bewies also aufs neue ein großes Geschick, doch die vielen und aufwendigen Gesandtschaften verschlangen hohe Geldsummen. Aus ähnlichen Gründen entspannte sich nach 1460 auch das Verhältnis der Städ te zu Christian I. recht bald. Da der König seine Brüder und die Pinneberger we gen ihrer aufgegebenen Ansprüche auf Schleswig und Holstein abfmden mußte und auch wegen des langandauernden Kampfes um die schwedische Krone einen hohen Geldbedarf hatte, war er dazu gezwungen, laufend in Lübeck und Hamburg, bei den Räten der Stadt wie bei Einzelpersonen, hohe Geldsummen zu leihen. So konnten die Städte eine Achtung ihrer Privilegien erwarten und erhielten für ihre Darlehens zahlungen wichtige Pfandschaften über einige Städte und Ämter in Schleswig und Holstein. Bei der brisanten Frage, wieweit an den Bergener Unruhen des Jahres 1455 beteiligte Lübecker Bürger zur Rechenschaft gezogen werden sollten, verhielt sich der König außerordentlich zurückhaltend. Trotz der Zusammenarbeit mit Christian verstand es der Lübecker Rat, zunächst auch mit dessen schwedischen Gegnern ein gutes Verhältnis zu bewahren. Die lübische Diplomatie bewies also aufs neue ein großes Geschick, doch die vielen und aufwendigen Gesandtschaften verschlangen hohe Geldsummen. Er war von Dortmund nach der Travestadt zugewandert, errang bald geschäftliche Erfolge, war 1450 Ältermann des Brügger Kontors, wurde 1451 in den Rat gewählt und zehn Jahre später Bürgermeister. Noch immer war es also in Lübeck für einen Zuwanderer möglich, durch Tüchtigkeit auch im Stadtregiment bis zur höchsten Spit ze aufzusteigen. Durch eindrucksvolle Verhandlungskunst gelang es ihm immer wie der, die sich abzeichnende Schwächung Lübecks, ja der ganzen Hanse, zu verdecken. Der Zusammenhalt der Städte wurde noch einmal gefestigt, die langanhaltenden Aus einandersetzungen mit England führte er zu glücklichem Ende (s. S. 215), und im Labyrinth der nordischen Verwicklung fand er sich meist vorzüglich zurecht. So lan ge wie möglich galt es für ihn, das Hissen der Kriegsflagge an den Schiffen zu ver meiden, denn nicht leicht würde es werden, sie in Ehren wieder einzuholen. Die Zusammenarbeit Lübecks mit König Christian bewährte sich auch im Zu sammenspiel mit diesem bei der Abwehr des Versuches von Christians Bruder, Graf Gerhard von Oldenburg, den ihm gegenüber hoch verschuldeten König als Landes herm von Schleswig und Holstein zu verdrängen. An Gerhard als benachbartem Lan desherm war weder der Travestadt noch Hamburg gelegen. Zwar würde dann die unerwünschte dynastische Verbindung mit Dänemark aufgelöst werden, aber der Graf hatte sich schon häufig als Gegner der beiden Städte erwiesen und auch Fehden mit ihnen geführt. An einem rücksichtslosen Machtpolitiker als Nachbarn war den beiden Städten nicht gelegen, da war sein nüchterner, bedachtsamer Bruder berechenbarer. Abb. 79: Siegel Bürgermeister Hinrich Castorp (Zeichnung von C. J. Milde), Originaldurchniesser 2,6 cm |
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Misc
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Note: 1: Er gehörte in Lübeck der Antonius- und der Leonhards-Bruderschaft, der Zirkel-Gesellschaft und der Kaufleutekompa-gnie an. Von 1457 bis 1463 war er Säckelmeister der Zirkelgesellschaft. 2: Er starb am 14. April 1488 und wurde in der Lübecker Katharinenkirche beigesetzt. Zu Ostern (19. April) 1489 wurde in der Tafelgilde das Gedächtnis für den verstorbenen Herrn Hynrick Kastorp begangen. Er war Rh. und Bm. zu Lübeck. 3: Das Leben und Wirken Hinrich Castorps hat G. NEUMANN ausführlich dargestellt347. Deshalb wurde hier auf eine gründliche Bearbeitung verzichtet. 1: Er gehörte in Lübeck der Antonius- und der Leonhards-Bruderschaft, der Zirkel-Gesellschaft und der Kaufleutekompa-gnie an. Von 1457 bis 1463 war er Säckelmeister der Zirkelgesellschaft. 2: Er starb am 14. April 1488 und wurde in der Lübecker Katharinenkirche beigesetzt. Zu Ostern (19. April) 1489 wurde in der Tafelgilde das Gedächtnis für den verstorbenen Herrn Hynrick Kastorp begangen. Er war Rh. und Bm. zu Lübeck. 3: Das Leben und Wirken Hinrich Castorps hat G. NEUMANN ausführlich dargestellt347. Deshalb wurde hier auf eine gründliche Bearbeitung verzichtet. |
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Død
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Note: Er starb am 14. April 1488 und wurde in der Lübecker Katharinenkirche beigesetzt. Zu Ostern (19. April) 1489 wurde in der Tafelgilde das Gedächtnis für den verstorbenen Herrn Hynrick Kastorp begangen. Er war Rh. und Bm. zu Lübeck. |
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Begravelse
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Note: Begravet i Katharina Kiche: Begravet i Katharina Kiche: |
| ham selv |
1420–1488
Født: omkring 1420 — Dortmund, Tyskland Død: 14. april 1488 — Lübeck, Schleswig-Holsten, Tyskland |
|---|---|
| hustru |
1470–1488
Født: før 1470 Død: efter 1488 — Lübeck, Schleswig-Holsten, Tyskland |
| Ægteskab | Ægteskab — før 1487 — |
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2 år
datter |
1488–1520
Født: før 1488 — Lübeck, Schleswig-Holsten, Tyskland Død: efter 1520 — Lübeck, Schleswig-Holsten, Tyskland |
| ham selv |
1420–1488
Født: omkring 1420 — Dortmund, Tyskland Død: 14. april 1488 — Lübeck, Schleswig-Holsten, Tyskland |
|---|---|
| hustru |
1430–1450
Født: omkring 1430 — Lübeck, Schleswig-Holsten, Tyskland Død: efter 1450 — Lübeck, Schleswig-Holsten, Tyskland |
| Ægteskab | Ægteskab — før 1450 — |
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1 år
datter |
1450–1480
Født: omkring 1450 — Lübeck, Schleswig-Holsten, Tyskland Død: efter 1480 — Lübeck, Schleswig-Holsten, Tyskland |
| Født | |
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| Ægteskab | |
| Erhverv | |
| Erhverv | |
| Ægteskab | |
| Erhverv | |
| Misc | |
| Misc | |
| Navn | |
| Død | |
| Begravelse | |
| Misc |
Aus ähnlichen Gründen entspannte sich nach 1460 auch das Verhältnis der Städ te zu Christian I. recht bald. Da der König seine Brüder und die Pinneberger we gen ihrer aufgegebenen Ansprüche auf Schleswig und Holstein abfmden mußte und auch wegen des langandauernden Kampfes um die schwedische Krone einen hohen Geldbedarf hatte, war er dazu gezwungen, laufend in Lübeck und Hamburg, bei den Räten der Stadt wie bei Einzelpersonen, hohe Geldsummen zu leihen. So konnten die Städte eine Achtung ihrer Privilegien erwarten und erhielten für ihre Darlehens zahlungen wichtige Pfandschaften über einige Städte und Ämter in Schleswig und Holstein. Bei der brisanten Frage, wieweit an den Bergener Unruhen des Jahres 1455 beteiligte Lübecker Bürger zur Rechenschaft gezogen werden sollten, verhielt sich der König außerordentlich zurückhaltend. Trotz der Zusammenarbeit mit Christian verstand es der Lübecker Rat, zunächst auch mit dessen schwedischen Gegnern ein gutes Verhältnis zu bewahren. Die lübische Diplomatie bewies also aufs neue ein großes Geschick, doch die vielen und aufwendigen Gesandtschaften verschlangen hohe Geldsummen. Er war von Dortmund nach der Travestadt zugewandert, errang bald geschäftliche Erfolge, war 1450 Ältermann des Brügger Kontors, wurde 1451 in den Rat gewählt und zehn Jahre später Bürgermeister. Noch immer war es also in Lübeck für einen Zuwanderer möglich, durch Tüchtigkeit auch im Stadtregiment bis zur höchsten Spit ze aufzusteigen. Durch eindrucksvolle Verhandlungskunst gelang es ihm immer wie der, die sich abzeichnende Schwächung Lübecks, ja der ganzen Hanse, zu verdecken. Der Zusammenhalt der Städte wurde noch einmal gefestigt, die langanhaltenden Aus einandersetzungen mit England führte er zu glücklichem Ende (s. S. 215), und im Labyrinth der nordischen Verwicklung fand er sich meist vorzüglich zurecht. So lan ge wie möglich galt es für ihn, das Hissen der Kriegsflagge an den Schiffen zu ver meiden, denn nicht leicht würde es werden, sie in Ehren wieder einzuholen. Die Zusammenarbeit Lübecks mit König Christian bewährte sich auch im Zu sammenspiel mit diesem bei der Abwehr des Versuches von Christians Bruder, Graf Gerhard von Oldenburg, den ihm gegenüber hoch verschuldeten König als Landes herm von Schleswig und Holstein zu verdrängen. An Gerhard als benachbartem Lan desherm war weder der Travestadt noch Hamburg gelegen. Zwar würde dann die unerwünschte dynastische Verbindung mit Dänemark aufgelöst werden, aber der Graf hatte sich schon häufig als Gegner der beiden Städte erwiesen und auch Fehden mit ihnen geführt. An einem rücksichtslosen Machtpolitiker als Nachbarn war den beiden Städten nicht gelegen, da war sein nüchterner, bedachtsamer Bruder berechenbarer. Abb. 79: Siegel Bürgermeister Hinrich Castorp (Zeichnung von C. J. Milde), Originaldurchniesser 2,6 cm |
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| Misc |
1: Er gehörte in Lübeck der Antonius- und der Leonhards-Bruderschaft, der Zirkel-Gesellschaft und der Kaufleutekompa-gnie an. Von 1457 bis 1463 war er Säckelmeister der Zirkelgesellschaft. 2: Er starb am 14. April 1488 und wurde in der Lübecker Katharinenkirche beigesetzt. Zu Ostern (19. April) 1489 wurde in der Tafelgilde das Gedächtnis für den verstorbenen Herrn Hynrick Kastorp begangen. Er war Rh. und Bm. zu Lübeck. 3: Das Leben und Wirken Hinrich Castorps hat G. NEUMANN ausführlich dargestellt347. Deshalb wurde hier auf eine gründliche Bearbeitung verzichtet. |
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Er starb am 14. April 1488 und wurde in der Lübecker Katharinenkirche beigesetzt. Zu Ostern (19. April) 1489 wurde in der Tafelgilde das Gedächtnis für den verstorbenen Herrn Hynrick Kastorp begangen. Er war Rh. und Bm. zu Lübeck. |
| Begravelse |
Begravet i Katharina Kiche: |