Gerhard Darzow, 13451386 (41 år)

Navn
Gerhard /Darzow/
Fornavne
Gerhard
Efternavn
Darzow
Født
Erhverv
Rådmand i Lübeck
Brors fødsel
Ægteskab
før 1373 (28 år)
Hustrus dødsfald
Ægteskab
Misc
1375 (30 år)
Note: Der Besuch Kaiser Karls IV. in Lübeck 1375

Der Besuch Kaiser Karls IV. in Lübeck 1375
Der Kaiser traf in Begleitung seiner Gemahlin und einiger hoher Reichsfürsten in Lübeck ein. Ähnlich wie im Jahre 1181 Kaiser Barbarossa wurde auch Karl mit allen Feierlichkeiten eines „Herrscheradventus“ empfangen, die sich inzwischen je­ doch wohl merklich verfeinert hatten. Es ist dabei anzunehmen, daß man auch in Lübeck, wie in anderen Reichsstädten, den Einzug und Empfang des Kaisers bis in die Einzelheiten hinein protokollarisch vorausplante, sich grundsätzlich an das übli­ che Schema des Kaiserempfangs in einer Reichsstadt hielt, im einzelnen aber durch­ aus dieses „Programm“ variierte. Auf jeden Fall scheint der ausführliche Bericht der Lübecker Ratschronik einer der ältesten genaueren über den Einzug eines deutschen Kaisers in eine Reichsstadt zu sein. Bürgermeister und Rat sowie die Geistlichen der Stadt empfingen den Kaiser am Burgtor. Dann formierte sich eine feierliche Pro­ zession durch die Stadt bis zum Dom. Kaiser und Kaiserin ritten dabei unter ei­ nem Baldachin, der von je vier „Junkern“ aus der Stadt getragen wurde (s. S. 313).
Reichsfürsten, welche Herrschaftsinsignien des Kaisers trugen, und Mitglieder des Rates waren am Festzug in hervorragender Weise beteiligt. Später nahm der Kaiser seine Herberge im Hause des Kaufmanns Gerhard Darsow (Ecke König- und Johan­ nisstraße), der im folgenden Jahr zum Ratmann erwählt wurde. Bei seinem Besuch in Lübeck nahm Kaiser Karl auch an einer Ratssitzung teil. Dabei redete er Bürger­ meister und Ratsherren wie Adlige und Fürsten - als „Herren“ - an. Der Rat soll daraufhin diese Respekt bezeugende Anredeform bescheiden zurückgewiesen haben, worauf Karl IV. jedoch geantwortet haben soll: „Ihr seid Herren.“ Denn dieser Titel komme den Magistraten der großen Städte des Reiches, Rom, Venedig, Pisa, Flo­ renz und Lübeck zu. Dies letztgenannte Argument dürfte kaum historisch sein. Die Anrede an den Rat als „Herren“ kann jedoch der Kaiser durchaus gebraucht haben, möglicherweise hat er auf diese Weise den Rat auch schon früher bei Verhandlun­ gen angesprochen. Der im allgemeinen nicht gerade städtefreundliche Karl IV. war durchaus konsequenter Realpolitiker, der ohne lange Reflexion politische Realitäten beachtete. So geschah es wohl auch hier. Denn im Ostseeraum lief keine Politik ohne Beteiligung des mächtigen Lübeck.

Søns fødsel
Hustrus dødsfald
Fars død
Misc
1376 (31 år)
Note: Valgt ind i rådet i Lübech i 1376
Datters fødsel
Søns fødsel
Mors død
Død
Familie med forældre
far
13101376
Født: omkring 1310
Død: før 1376Lübeck, Schleswig-Holsten, Tyskland
mor
13201384
Født: omkring 1320
Død: før 1384Lübeck, Schleswig-Holsten, Tyskland
Ægteskab Ægteskabomkring 1340
6 år
ham selv
13451386
Født: før 1345Lübeck, Schleswig-Holsten, Tyskland
Død: 1386Lübeck, Schleswig-Holsten, Tyskland
16 år
lillebror
13601434
Født: omkring 1360Lübeck, Schleswig-Holsten, Tyskland
Død: 1434Lübeck, Schleswig-Holsten, Tyskland
Familie med Herdrade Mornewech
ham selv
13451386
Født: før 1345Lübeck, Schleswig-Holsten, Tyskland
Død: 1386Lübeck, Schleswig-Holsten, Tyskland
hustru
13451374
Født: omkring 1345Lübeck, Schleswig-Holsten, Tyskland
Død: efter 1374Lübeck, Schleswig-Holsten, Tyskland
Ægteskab Ægteskab1374
2 år
søn
13751409
Født: omkring 1375Lübeck, Schleswig-Holsten, Tyskland
Død: før 1409Lübeck, Schleswig-Holsten, Tyskland
2 år
datter
13761407
Født: omkring 1376Lübeck, Schleswig-Holsten, Tyskland
Død: efter 1407Lübeck, Schleswig-Holsten, Tyskland
2 år
søn
13771407
Født: omkring 1377Lübeck, Schleswig-Holsten, Tyskland
Død: 1407Lübeck, Schleswig-Holsten, Tyskland
Familie med Gertrud Vincke
ham selv
13451386
Født: før 1345Lübeck, Schleswig-Holsten, Tyskland
Død: 1386Lübeck, Schleswig-Holsten, Tyskland
hustru
13401374
Født: omkring 1340
Død: før 1374Lübeck, Schleswig-Holsten, Tyskland
Ægteskab Ægteskabfør 1373
Gerhard von Allen + Herdrade Mornewech
partner’s partner
13401374
Født: før 1340
Død: før 1374Lübeck, Schleswig-Holsten, Tyskland
hustru
13451374
Født: omkring 1345Lübeck, Schleswig-Holsten, Tyskland
Død: efter 1374Lübeck, Schleswig-Holsten, Tyskland
Ægteskab Ægteskabfør 1373
Ægteskab
Ægteskab
Erhverv
Misc
Død
Misc

Der Besuch Kaiser Karls IV. in Lübeck 1375
Der Kaiser traf in Begleitung seiner Gemahlin und einiger hoher Reichsfürsten in Lübeck ein. Ähnlich wie im Jahre 1181 Kaiser Barbarossa wurde auch Karl mit allen Feierlichkeiten eines „Herrscheradventus“ empfangen, die sich inzwischen je­ doch wohl merklich verfeinert hatten. Es ist dabei anzunehmen, daß man auch in Lübeck, wie in anderen Reichsstädten, den Einzug und Empfang des Kaisers bis in die Einzelheiten hinein protokollarisch vorausplante, sich grundsätzlich an das übli­ che Schema des Kaiserempfangs in einer Reichsstadt hielt, im einzelnen aber durch­ aus dieses „Programm“ variierte. Auf jeden Fall scheint der ausführliche Bericht der Lübecker Ratschronik einer der ältesten genaueren über den Einzug eines deutschen Kaisers in eine Reichsstadt zu sein. Bürgermeister und Rat sowie die Geistlichen der Stadt empfingen den Kaiser am Burgtor. Dann formierte sich eine feierliche Pro­ zession durch die Stadt bis zum Dom. Kaiser und Kaiserin ritten dabei unter ei­ nem Baldachin, der von je vier „Junkern“ aus der Stadt getragen wurde (s. S. 313).
Reichsfürsten, welche Herrschaftsinsignien des Kaisers trugen, und Mitglieder des Rates waren am Festzug in hervorragender Weise beteiligt. Später nahm der Kaiser seine Herberge im Hause des Kaufmanns Gerhard Darsow (Ecke König- und Johan­ nisstraße), der im folgenden Jahr zum Ratmann erwählt wurde. Bei seinem Besuch in Lübeck nahm Kaiser Karl auch an einer Ratssitzung teil. Dabei redete er Bürger­ meister und Ratsherren wie Adlige und Fürsten - als „Herren“ - an. Der Rat soll daraufhin diese Respekt bezeugende Anredeform bescheiden zurückgewiesen haben, worauf Karl IV. jedoch geantwortet haben soll: „Ihr seid Herren.“ Denn dieser Titel komme den Magistraten der großen Städte des Reiches, Rom, Venedig, Pisa, Flo­ renz und Lübeck zu. Dies letztgenannte Argument dürfte kaum historisch sein. Die Anrede an den Rat als „Herren“ kann jedoch der Kaiser durchaus gebraucht haben, möglicherweise hat er auf diese Weise den Rat auch schon früher bei Verhandlun­ gen angesprochen. Der im allgemeinen nicht gerade städtefreundliche Karl IV. war durchaus konsequenter Realpolitiker, der ohne lange Reflexion politische Realitäten beachtete. So geschah es wohl auch hier. Denn im Ostseeraum lief keine Politik ohne Beteiligung des mächtigen Lübeck.

Misc

Valgt ind i rådet i Lübech i 1376